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Gleichmut statt Rauswurf [07.01.2019]

Hans Zaremba über die Trainer in der Bundesliga

Wenn am kommenden Wochenende die 56. Auflage der Bundesliga in ihre Rückrunde startet, dann werden von den Übungsleitern der 18 Vereine, die im August zum Saisonbeginn dabei waren, noch 16 weiterhin mit von der Partie sein. So wenige Trainerwechsel gab es schon lange nicht mehr. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt bereits sieben Fußballlehrer von ihren Clubs die Papiere erhalten.


Sieht gegenwärtig eine neue (vorübergehende) Tendenz bei den Bundesligisten: In seinem Beitrag Gleichmut statt Rauswurf betrachtet der Chronist des Lippstädter BVB-Fanclubs, Hans Zaremba, den momentanen Umgang der Vereine mit ihren Trainern.

Stuttgart und Leverkusen

Lediglich Tayfun Korkut (der bei nur einem Sieg nach sieben Spielen in Stuttgart von Markus Weinzierl abgelöst wurde) und Heiko Herrlich (für den trotz steigender Form seiner Equipe nach dem 17. Spieltag Peter Bosz kam) hat es bislang erwischt. Obwohl auch Domenico Tedesco in Gelsenkirchen, Andre Breitenreiter bei Hannover 96 und Niko Kovac in München gewackelt haben, konnten sie sich in der aktuellen Ligazeit vorerst halten. Offensichtlich sind die schnellen Wechsel der Betreuer in der gegenwärtigen Spielzeit nicht mehr das Mittel der Wahl, vielmehr zeichnet sich eine neue Strategie ab: Konstanz. Ob die Vereins-Chefs allerdings noch an ihrer momentanen Kontinuität festhalten, wenn ihre Fußballteams im Saisonverlauf deutlich hinter den Erwartungen der Bosse bleiben, erscheint zweifelhaft.

Hannover und Gelsenkirchen

Martin Kind in Hannover dürfte nicht tatenlos zusehen, wenn den Niedersachsen ein abermaliger Abstieg aus dem erst zum Spielzeit-Ende 2016/17 zurückeroberten Oberhaus drohen sollte. „Ruhe ist eminent, Auf lange Sicht zahlt sich das aus“, meinte der Sportvorstand der Knappen, Christian Heidel, nach dem katastrophalen Beginn der Westfalen mit fünf aufeinanderfolgenden Schlappen. Doch bekanntlich ist der Schalker Markt stets ein unruhiger Ort. Neben den vielen königsblauen Fans in der Region mit ihren hohen Wünschen gibt es überdies mit dem in Rheda-Wiedenbrück beheimateten Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies einen Mann beim letzten Vizemeister, der schon häufiger in die operativen Abläufe beim Vorortverein eingegriffen hat.

Düsseldorf und Nürnberg

Auch bei den Oberhäuptern der Vereine aus Nürnberg und Düsseldorf (die als letztjährige Aufsteiger schon wieder zu den potentiellen Anwärtern auf ein Wiedersehen im Unterhaus zählen) wird die Nervosität spätestens im Frühjahr zunehmen, wenn die anberaumten Treffen und die Chancen auf Punktgewinne von Woche zu Woche weniger werden. Somit sind auch Michael Köllner (Nürnberg) und Friedhelm Funkel (Düsseldorf) vermutliche Aspiranten für vorzeitige Entlassungen. Es ist kaum anzunehmen, dass für die Mehrzahl der bedrängten Ligisten der SC Freiburg ein Vorbild ist. Die Breisgauer hielten 2015 sogar nach dem Abstieg an ihrem Coach Christian Streich fest und schafften mit ihm im Jahr darauf den sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Mönchengladbach und Dortmund

Was ein Trainerwechsel bewirken kann, belegt aktuell das Beispiel von Borussia Dortmund. Nach dem Weggang von Jürgen Klopp im Mai 2015 versuchten sich mit Thomas Tuchel, der nach zwei Jahren im Streit mit dem BVB-Chef Hans-Joachim Watzke weichen musste, Peter Bosz und Peter Stöger drei Männer, die Schwarzgelben wieder an die Spitze zu bringen. Erst mit Lucien Favre, der im Juli beim BVB anheuerte, hat man sich diesem Ziel genähert. Bereits Borussia Mönchengladbach formte der Schweizer zwischen 2011 und 2015 von einer Fahrstuhlmannschaft zu jenem Team, dessen Anhänger in den vergangenen Wochen mehr oder weniger auch von der Meisterschaft träumten. In Dortmund verwandelte der aus Nizza geholte Mann den BVB 09 in kurzer Zeit zum aussichtsreichsten Titelkandidaten in 2019.

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